Mittwoch, 22. Dezember 2010

Faul war ich ...

... filztechnisch gesehen, und da wird sich vor Weihnachten auch nichts mehr ändern.
Darum gibt's heute absolut fusselfreie Weihnachtsgrüße von mir.

Lasst es Euch (und anderen) gut gehen!



                                Frohe und entspannte Feiertage wünsche ich Euch allen!




Mittwoch, 25. August 2010

Was lange währt ...

... wird endlich - fertig!

Nachdem ich mich ja schon vor geraumer Zeit in Corinnas Onlinefilzschule angemeldet habe und auch regelmäßig Unterlagen erhalte (und lese, jawohl ...), kann ich auch endlich mal was zeigen. Es ist - ich geb' es zu - meine erste Arbeit aus der allerallerersten Lektion. Sticken! Ich finde bestickten Filz soooooo schön und malte mir immer aus, wie herrlich entspannend das sein muss, am Abend noch ein paar Stiche zu sticheln, dabei die Seele baumeln zu lassen und sich anschließend über ein ansprechendes Ergebnis freuen zu können. Bis ich meine erste (sehr kleine und sehr bescheidene) Stickarbeit - die Engelsdose aus dem Adventskurs - begann. In meinen Träumereien vom gemütlichen Stickabend wurden solch schnöde Banalitäten wie meine schlechten Augen, die miserable Beleuchtung, meine Pranken, in denen eine Perle auf Nimmerwiedersehen verschwindet und ein schmerzender Nacken vom schiefen Sitzen im nicht stickfreundlichen Sessel, ausgeblendet. Die Wirklichkeit hat dann allerdings erbarmungslos ihren Scheinwerfer darauf gerichtet.

Trotzdem - ich will sticken - Punkt, nein: Ausrufezeichen.

Und nach langem hin und her habe ich mich entschieden, an Corinnas Kurs teilzunehmen. Von ihrem Blog kannte ich all ihre wunderschönen bestickten Filzarbeiten, da kann man sicherlich was lernen.

Und in der Tat habe ich es doch geschafft, zwei Filzstücke zu besticken. Es war wirklich entspannend und hat Spaß gemacht, auch wenn es ewig gedauert hat. Eine gescheite Brille auf der Nase, zusätzliches Licht nebem dem Sessel und der Verzicht auf Miniperlen - bis jetzt - hat's möglich gemacht. Und natürlich die tollen, inspirierenden Beispiele aus der Anleitung.

Zum Glück ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, die (fast) leeren Filzstücke noch zu fotografieren, zwecks dem berühmten Vorher-Nachher-Effekt.


















Ursprünglich hatte ich vor, Pulswärmer daraus zu machen, aber da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher, ob ich das möchte. Allerdings sollen die Teile schon zu irgendeinem Gebrauchsgegenstand mutieren. Mal sehen. Hat von Euch jemand eine Idee?























































Ich habe nur ganz wenige, einfache Stiche angewendet. Für den Anfang schien mir das angebracht - der Entspannung wegen ;-).


Donnerstag, 19. August 2010

Kontraste

Ganz zum Schluss - kurz vor dem Aufräumen - habe ich noch diese drei Prototypen eines Windlichtes in der Filzschule gefertigt. Transparenz und Struktur ist ein Thema, das mich beim Filzen gerade sehr beschäftigt. Außerdem wollte ich noch ein kleines Geschenk für meine Schwester und eine liebe Freundin machen (das dritte ist für mich ;-).




Nachdem ich meine Wensleydale zuhause immer noch nicht verfilzt habe, probierte ich es hier aus. Zusammen mit mongolischer Wolle und Kokosfasern.




Die Mongolische hauchdünn zweilagig, dann die Kokosfasern licht ausgelegt und darüber, nur in einer Lage, die Wensleydale.
Das Ganze hat sich schnell verfilzt und auch gut modellieren lassen. Zuhause habe ich nun weiter auf Form gefilzt, passend zum verwendeten Glas. Die Kokosfaser arbeitet sich wieder raus, je mehr man filzt, da sie ja relativ steif ist und nicht schrumpft. Also den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen!





Freitag, 13. August 2010

Ein Schiff wird kommen


Eine Übersicht meiner Arbeiten während der Sommerakademie in der Filzschule Oberrot.



Schiffchen, Blüte oder Samenkapsel ...?










Auf jeden Fall aufnahmebereit. Eine Hülle für viele Gelegenheiten.





Das Gefäß entstand aus einem geschlossenen, ovalen Filzkörper, ist also doppelwandig. Die Form lädt zum Spielen ein und ist ideal für Verwandlungszwecke.



So kurz und fein habe ich noch nie Wolle ausgelegt. Die einzelnen Büschel waren ca. 1,5cm lang. Insgesamt legte ich zwei Schichten. Die zweite wurde, bis auf einen schmalen Rand, schwarz-weiß gescheckt. So blieb nur der Rand der Schale einfarbig türkis. Eine langwierige, aber sehr meditative Aufgabe.

Mittwoch, 11. August 2010

Ein Fest der Inspiration

So, nun wird es mal Zeit, von den erlebnisreichen und eindrucksstarken Tagen (und Nächten) in der Filzschule Oberrot zu berichten.
Zwei Wochen lang drehte sich in der Sommerakademie alles ums Filzen und 12 Kursteilnehmerinnen drehten sich, unter der Anleitung von Inge Bauer und Claudia U. Gemein, mit.
Besser hätten wir es nicht treffen können. Beide Textilkünstlerinnen beschreiten jeweils ihren ganz eigenen Weg im Bereich des Filzens. Die unterschiedliche Thematik ihres Filzschaffens bedingt verschiedene Vorgehensweisen und wir durften nun beide kennenlernen. Im Wechsel arbeiteten wir einmal mit Claudia, einmal mit Inge.
Die Technik des Herstellens von dicken, festen Filzen, wie man sie z.B. für Teppiche braucht, übten wir mit Claudia an einem Sitzkissen. Ihre jahrelange praktische Erfahrung in der traditionellen Fertigung von Teppichen in der Türkei hat uns einen tiefen Einblick in dieses alte, faszinierende Handwerk gegeben.
Mit Inge schwelgten wir in Wolle und Stoffen, lernten unglaublich viel über Nunofilz und freuten uns über weiche, dünne, fließende Filzkreationen. Es entstanden einmalige und unglaublich schöne Jacken, Mäntel, Kleider, Tops, etc. Jedes Teil einzigartig, wie seine Schöpferin. Auch hier war Inges langjährige Spezialisierung auf Kleidung für uns ein großes Geschenk.

Neben den Powerfrauen Inge und Claudia machten elf phantasie- und humorvolle, filzbegeisterte Mitstreiterinnen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und den USA diese zwei Wochen für mich zu einem unglaublichen Erlebnis. Es wurde bis in die Nacht hinein entworfen, ausprobiert, verworfen, gegrübelt, mit Seife und Wasser gepanscht, gerollt, geknetet und auch geächzt und gestöhnt. Aber vorallem: gelacht! Vielen Dank Euch allen, Ihr seid großartig!

Und auch ein herzliches Dankeschön an Familie Fritz, die all dies im Rahmen ihrer Firma Wollknoll möglich macht! Die uns auf unkomplizierte Art und Weise unsere Wünsche erfüllte, nicht nur, was das Material betraf, sondern auch was das leibliche Wohl anging. Tochter Stefanie bekochte uns erstklassig und variantenreich und Sonja Fritz lächelte selbst noch, als wir sie zum gefühlten tausendstenmal zum Notfall "Kaffeemaschine" riefen.

Hier nun ein paar fotografische Eindrücke von der herrlichen, ländlichen Umgebung. Bilder meiner Arbeiten folgen noch.




Das war der herrliche Ausblick aus meinem Zimmer bei Doris und Jürgen.






Die unmittelbare Umgebung der Werkstatt ...





... mit dem Eingang zu den Unterkünften von Wollknoll.
























Wie man sieht, ließen wir es uns gutgehen.                 

Mittwoch, 14. Juli 2010

Kurz vor knapp ...

... ist die Puste ausgegangen.
Leider haben wir es vor den Ferien nicht mehr geschafft, die Filzarbeiten fertig zu stellen. A. hatte noch mit einem anderen Projekt zu tun und bei F. hat sich bewahrheitet, was ich befürchtet hatte: die gelbe Vorfilzkordel verbindet sich nicht mit der Fläche und das schwarze Vlies stellt sich ebenfalls etwas zickig an.


So musste F. zu Nadel und Faden greifen und alles fixieren. Dazu hatte er überhaupt keine Lust, was ich seeeehr gut verstehen kann. Aber trotzdem lächelt er auf allen Bildern - tolle Kerle hab' ich da in meiner Klasse! Nach den Ferien wird gewalkt und gewalkt und ... gebetet. Apropos: mit allen anderen Schülern habe ich zu Beginn den mongolischen Filzspruch gesprochen. Irgendwie haben wir das hier versäumt. Tja ...

Bei A. geht's auch vorwärts. Das wird eine wunderschöne, farbenfrohe Tasche.

Hier gab's mit dem Vorfilz keinerlei Probleme. Alles aus der gleichen Wolle - funktioniert halt doch besser. A. konnte alles gerade noch so gut verfilzen, dass ich die Seife ausspülen konnte. Nun warten beide Teile auf dem Wäscheständer auf das große Finale nach den Ferien. Was für eine Woll-Karriere!


Dienstag, 22. Juni 2010

Was wäre ich bloß ...

... ohne meine Schüler? Gut, dass sie mir manchmal auf die Sprünge helfen. A. hatte die Idee, den Werdegang ihrer Arbeiten auf meinem Blog zu zeigen.
Dann fangen wir mal an:

A. macht eine Schultertasche in Rottönen. Als Muster hat er drei Buchstaben gewählt, für die er hier die Wolle für den Vorfilz ausgelegt hat. Tja, der Kammzug hat so seine Tücken und als Übung für das Auslegen der Tasche ist so ein Vorfilz ideal.





Dann ging's los. Wasser, Seife und reiben, reiben, reiben ...
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ziemlich gleichmäßig gearbeitet, gab es kaum dünne Stellen.




Heute wurde dann die Schablone für die Buchstaben gefertigt und A. hat die Buchstaben aus dem Vorfilz geschnitten. Der Papierkreis zeigt die zukünftige Taschenform: rund mit einer Klappe zum Schließen.
Morgen machen wir die Trennschablone und dann geht's ran an den Henkel.



Auch F. hat kräftige Farben gewählt. Er hat ein Weilchen in meinen wunderbaren Filzbüchern geblättert, sich in die mongolischen Muster verguckt und verkündet, dass er ein Kissen machen möchte. Das ist sein Entwurf.




Der Vorfilz wurde aus Merinovlies gelegt. Das war gar nicht so einfach, denn bald konnte F. nicht mehr erkennen, wieviel Schichten er schon hatte.





Dann kam der entspannende Teil der Arbeit. - Ich glaube, F. war da anderer Meinung ;-).





"Anprobe": irgendwie hat die Wolle immer den Drang, sich auszubreiten. Aber besser, als andersrum.




Eine kniffelige Arbeit, doch F. meistert das!









Und nun erneut die ultimative Geduldsprobe: 4 Lagen extrafeine Merinowolle (schließlich soll das Kissen ja kuschelig sein) stellen
F. auf eine harte Probe, aber er bleibt cool
(im Gegensatz zu mir ...).
Morgen geht's weiter. Schablone ist schon drauf, Überstand umgeschlagen und "auf ein Neues"!

Montag, 3. Mai 2010

Vom Schal zur Schale

So habe ich mich denn vom Schal verabschiedet und mich an meiner ersten Schale versucht.















Eigentlich wollte ich meinen ersten Schalenversuch immer als Hohlform herstellen - mit Hüten habe ich ja Erfahrung ;-) - aber der Verlauf des Kammzuges legte es dann doch nahe, von der Kreisfläche aus zu arbeiten.
80 Zentimeter Durchmesser Wolle fasste mein Tisch, dann war Ende. Und los ging die Schufterei: die Mitte des Kreises (also den Boden der Schale) hatte ich deutlich mit schwarzem Vlies verdickt und lange glaubte ich, diese Beulen und Falten nicht mehr platt zu kriegen. Würde sich die unterschiedliche Wolle überhaupt verbinden?






Sie hat! Nach mir endlos scheinendem Walken bekam der Kreis auch die Form einer Schale und alles war gut. Fast!
Zwischen die Schicht mit dem Verlaufskammzug und dem weinroten Vlies der Unterseite legte ich noch roten Kammzug. Der hat sich durch das laaaaange Walken dann so nach oben durchgearbeitet, dass der Verlauf  von grün über gelb nach orange und rot nun nicht mehr so schön zu erkennen ist. Das Gold-Grün-Gelb wurde vom Rot durchwandert und nun kommt nach grün gleich orange. Schade!
Aber s'näkscht mol ben i gescheider, gell!




Die Schale hat jetzt noch einen Durchmesser von 45cm (davon 20cm Boden) und wiegt gerade mal 300g.

Donnerstag, 29. April 2010

Sundown



Mein Färbeergebnis vom Sonntag. Wieder habe ich die gelbe extrafeine Merinowolle überfärbt, diesmal direkt im Kammzug. Es freut mich, dass das so gut geht, denn mit dem puren Gelb kann ich mich nicht anfreunden.

Das sind 170g und ich hätte noch einiges mehr in meine Schüssel gebracht, die in die Mikrowelle passt. Allerdings bin ich auch etwas anders vorgegangen, als Gabriele Breuer in ihrem Buch beschreibt. Ich habe nicht in Frischhaltefolie eingewickelt, sondern nur zwischen die einzelnen Lagen Folie gelegt. Dadurch sitzt die Wolle viel dichter zusammen. Allerdings sind die Farben dann nicht mehr so akkurat getrennt und es kann zu Abfärbungen kommen. Aber in diesem Falle war mir das egal. Der Kammzug wird auch etwas mehr beansprucht, als beim vorsichtigen Bemalen und ich hoffe, er hat es mir nicht übel genommen.

Die Farbe habe ich z T. schon verdünnt, aber ich glaube, da ist noch mehr möglich. Für pastellige, goldene Töne kann ich mir gut vorstellen, das Gelb nicht so zu übertünchen.
Jetzt fehlt mir nur noch eine Idee, wie ich sie verarbeiten soll, damit ich mal die Filzeigenschaften nach dem Färben prüfen kann. Vom Farbverlauf her würde mir ein hauchdünner Schal gut gefallen, aber angesichts des (endlich!!!) schönen und warmen Wetters mag ich nicht so recht.

Sonntag, 25. April 2010

Blau gemacht

Gestern hatte ich nach Monaten mal wieder Lust zum Färben. Die Farben waren eh schon angerührt und mussten/müssen schleunigst aufgebraucht werden.

In natur hatte ich nur noch Merino/Seide-Mischung oder Wensleydale als Kammzug zur Auswahl. Ich entschied mich für die Wensleydale, da ich bißchen experimentieren wollte und mir die Seide-Mischung zu kostbar war.
Nun ist die Wensleydale auch nicht billig, also eigentlich kein Argument. Aber was ich nicht bedachte: ich habe noch nie mit dieser Wolle gefilzt und nur hin und wieder gelesen, dass sie schwer zu filzen sei. Nach dem Färben wird das sicher NICHT besser. Das wäre ein Argument gewesen, die Seidemischung zu wählen.
Schließlich habe ich auch noch nie gefärbte Wensleydale im Kammzug zu kaufen gesehen. Das ist mir aber erst wieder eingefallen, als ich die ungefärbte Wolle nach dem Einweichen aus dem Becken holte. Sie schien mir schon jetzt etwas verfilzt. Und tatsächlich ist sie während der Färbeprozedur noch ein bißchen angefilzt.

Jetzt gefällt sie mir sehr gut, aber ich bin gespannt, wie sich das Färben auf ihr Filzverhalten ausgewirkt hat.


Nach dem Spülen im Becken


Getrocknet und gewickelt

Ich habe diese Farbpalette gewählt, weil ich eventuell beim "2. Internationalen Filztag" teilnehmen möchte, wo die Farben auf gelb-grün-blau beschränkt sind. (Außerdem liebe ich diese Blau-Grün-Mischungen, wie praktisch).
Allerdings finde ich keine Infos dazu und mein Englisch ist auch nicht das Beste. Es gibt zwar Beiträge auf facebook, aber die betreffen nicht den Ablauf der Aktion. Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen, der letztes Jahr schon teilgenommen hat?
Ich glaube es soweit verstanden zu haben, dass man eine (x-beliebige?) Filzarbeit zum Farbthema anfertigt und dann (nur?) Fotos davon an die Veranstalterinnen schickt. Anzahl der Werke begrenzt? 

So, und nun geht's wieder zu den Farbtöpfen, Blau ist allerdings aufgebraucht. Aber andere Farben sind auch schön, gelle?

Samstag, 17. April 2010

Abtauchen

... soll man kind mit leisen Spieluhrklängen und diesen Phantasie-Unterwasser-Wesen, die zusammen mit der Schnur der Spieluhr sacht nach oben, hin zur großen Meduse, treiben.

Der Babypapa hat mir erzählt, dass es hervorragend klappt mit dem Abtauchen (meinte er jetzt sich oder das Töchterchen?), auch wenn er bei dem "Gebilde" in eine ganz andere Richtung dachte. So sind sie halt, die Erwachsenen: müssen sich bei allem immer gleich was denken.




Die Bildqualität ist leider nicht so toll. Der Hintergrund war so unruhig und ich musste ihn etwas manipulieren..

Donnerstag, 8. April 2010

Aus der Versenkung ans Licht

Kaum machen die ersten anhaltenden Sonnenstrahlen alles freundlich und hell, da trauen sich auch schon wunderliche Gestalten aus ihrer Versenkung heraus.


  Guckguck ...
   Niemand da?







HALLLOOOO???
 





























  Hast Du das gehört? 
  Ich bin doch nicht taub!            Tsss, junges Gemüse!
        

Quatsch mich nicht so von oben herab an!


Phh, dann geh ich halt wieder.
Kein Respekt mehr vor dem Alter.
























Sagte ich "freundlich und hell" ?

Der leicht angegraute Knabe ist wirklich der Älteste in der Sippe und gleichzeitig Prototyp. Um meine Schablone zu testen, habe ich grobe Moorschnucke verwendet (der Schwabe lässt grüßen), die ich ziemlich dick und lieblos schnell aufgelegt habe. Zeit war nämlich auch keine, aber ich wollte nun unbedingt wissen, ob meine Schablone funktioniert. So ist eben der ganze Kerl etwas grobschlächtig geworden, in jeder Hinsicht.

Die rosa Mimose folgte bald darauf und durfte bereits aus extrafeiner Merinowolle im Vlies gedeihen. Ein zart besaitetes Seelchen eben.

Und das blaue Trompetenmaul musste mal wieder für Versuche herhalten. Eine anders zugeschnittene Schablone wartete auf ihren Eignungstest und erwies sich als durchaus praktisch. Vielleicht deshalb die leichte Tendenz zum Aufmerksamkeit heischenden und dennoch liebenswerten Egozentriker.
Er ist robust und widerstandsfähig, wie die feine Merinowolle (Kammzug), aus der er gemacht ist.