Montag, 23. Dezember 2013

Montag, 2. Dezember 2013

Zurück im verfilzten Netz ...

... oder im vernetzten Filz?

Egal - jedenfalls kann ich nach einem Jahr Internetabstinenz meinen Horizont zumindest virtuell fasertechnisch wieder erweitern und so habe ich gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mich erneut zu Corinnas Adventsfilzkurs angemeldet.

Wie das so ist, kurz vor Weihnachten: die Zeit ist knapp und deshalb erfreue ich mich erstmal nur an den schönen Anleitungen, spinne (oder filze?) eigene Gedanken dazu und freue mich auf den Tag, an dem ich meine Wolle auspacke und loslege.
Zeigen kann ich also noch nichts, aber dafür umso mehr schauen. Meine Kolleginnen im Kursblog waren teilweise schon sehr fleißig und es lohnt sich wirklich, hereinzuschauen. Ein gemütlicher, warmer Ort, nicht nur wegen der vielen Wolle!


Sonntag, 30. Oktober 2011

Klapper, klapper, rumpel ….

… wer macht denn da so einen Lärm?

ICH – ausnahmsweise! Denn eigentlich bevorzuge ich ja die leiseren Töne. Aber … klappern gehört zum Handwerk und deswegen haue ich heute mal ordentlich auf die Pauke.

Zu laut? Ok, dann stelle ich die Pauke mal zur Seite und greife zu den Stöckchen. Es heißt ja auch nur “klappern”.

Wer keine Werbung mag, der möge jetzt bitte nicht mehr weiterlesen. Zumal es scheint, als hätte ich mich im Blog geirrt. Es geht nämlich gar nicht um “felt”, aber eindeutig um “fun”, FotoForFun sozusagen.

Nachdem ich es ewig vor mir hergeschoben habe, ist es nun soweit. Ich habe den Anfang zur Vermarktung meiner Fotografien gemacht. Die ersten gibt es nun über die Online-Galerie “WhiteWall” zu kaufen. 

Dort werden nach höchsten qualitativen Maßstäben Abzüge und Prints (FineArt, Leinwand) als anspruchsvolle Rahmungen und Kaschierungen angeboten. Größe und Veredelung sind im Rahmen der Qualitätswahrung frei wählbar.
Das Bildangebot in meiner dortigen Galerie werde ich ständig erweitern und es sollen auch noch andere Anbieter meiner Fotografien folgen, um die große Vielfalt der printtechnischen Ausführungen abdecken zu können. Aber eins nach dem anderen.

Jetzt freue ich mich fürs Erste, den Anfang gemacht zu haben und noch mehr freut es mich, wenn ein paar Neugierige unter Euch mal etwas Galerieluft schnuppern möchten.
Hereinspaziert – Naschwerk und lecker Kaffee stehen für Euch bereit, zumindest virtuell und in Gedichtform.

Ach ja, der Eingang ist hier. Bitte klingeln, äh "klicken".




Und nu' greift zu




                                  
                                     Und hier für die Kaffeeliebhaber

Diesen Gefühlsausbruch können wahrscheinlich nur Kaffeetrinker nachvollziehen, deren Milchschaum nicht langweilig aus der Maschine kommt.





Den Gewalten erlegen


Entfesselte Energien
von atemberaubender Schönheit
und elementarer Sinnlichkeit.

Wenn es
sprüht und zischt,
trommelt und klopft,
rasselt und dröhnt,
plätschert und spritzt,

dann bestaune ich
mit stockendem Atem
und offenem Mund
in respektvoller Distanz
die Wunder der Natur.

Verheißungsvolle Macht,
unheilbringende Gewalt.

Doch heute ...
zieht es mich tief hinein.

Ohne jede Vorwarnung
reißt unter mir ein Schlund
seinen gierigen Rachen auf.
Er kreiselt, gurgelt, schlingt.
Ein Wirbel wühlt und mit ihm
rotieren meine Augen.

Sahnige Gischt stiebt
in Blasen nach außen,
verdichtet sich und wächst
zu einem gigantischen
Schaumteppich empor.

Meine Hand zittert.
Was sage ich, mein Arm,
mein ganzer Leib vibriert.

Noch bevor ich mich
in diesem summenden Trichter
verliere,
dieses magische Auge
mich zu hypnotisieren vermag,
packt sie mich,
die Lust auf Abenteuer.

 Ich denke nicht mehr.

 Falle, schwimme, schwebe.
Mit aufgerissenen Augen
gebe ich mich
der Kraft
des saugenden Strudels
hin.

Jeden Augenblick
genießen,
bevor schwarzer, heißer Strom
unaufhaltsam
die milchige See
unterwandert,
ihre Blässe marmoriert
und sich als Zeichen der
belebenden Veredelung
mit deren Krone schmückt.

Ich bin frei.

Wohlbehütet wiege ich mich
im luftigen Kokon
ungezählter

Schaumperlen,
Traumperlen.

Ich liebe ihn,

diesen Tornado
in meiner Kaffeetasse.


___________________________________


Dienstag, 23. August 2011

Ich geb's zu ...

... ich besch...e jetzt ein wenig!
Da ich meinen Filzblog als Startseite des Browsers gewählt habe, kann ich “es” nicht mehr sehen.
Ging ja lange gut, seeeeeeeeeeehr lange. Doch angesichts der seit Tagen herrschenden Hitze löst das im wärmsten Rot strahlende, vom Teelicht befeuerte Szenario im letzten Blogeintrag noch mehr schweißtreibende Wallungen bei mir aus.
Deshalb greife ich nun beherzt in die Trickkiste und zaubere ein Foto hervor, das nicht ganz dem aktuellen Stand der Dinge entspricht.
Aaaaaber: es zeigt Filz, in hochsommerlicher Hitze unter Stöhnen und Schnaufen meinen Händen entrungen und .... es könnte somit erst gestern vom Filztisch gehüpft sein. Fast fühlt es sich auch so an, denn das Jahr seit der Sommerakademie ist doch rasend schnell vergangen.
Deshalb nun ein Bildchen von meinem Sitzkissen, das ich eigentlich schon letztes Jahr einstellen wollte. Sinn der Übung war, ähnlich den traditionellen türkischen Filzteppichen einen sehr festen, strapazierfähigen Filz herzustellen. Ist ganz gut gelungen, aber wie schon erwähnt: ohne Schweiß keinen Preis. Von daher passt’s nun doch ganz gut!






Mittwoch, 22. Dezember 2010

Faul war ich ...

... filztechnisch gesehen, und da wird sich vor Weihnachten auch nichts mehr ändern.
Darum gibt's heute absolut fusselfreie Weihnachtsgrüße von mir.

Lasst es Euch (und anderen) gut gehen!



                                Frohe und entspannte Feiertage wünsche ich Euch allen!




Mittwoch, 25. August 2010

Was lange währt ...

... wird endlich - fertig!

Nachdem ich mich ja schon vor geraumer Zeit in Corinnas Onlinefilzschule angemeldet habe und auch regelmäßig Unterlagen erhalte (und lese, jawohl ...), kann ich auch endlich mal was zeigen. Es ist - ich geb' es zu - meine erste Arbeit aus der allerallerersten Lektion. Sticken! Ich finde bestickten Filz soooooo schön und malte mir immer aus, wie herrlich entspannend das sein muss, am Abend noch ein paar Stiche zu sticheln, dabei die Seele baumeln zu lassen und sich anschließend über ein ansprechendes Ergebnis freuen zu können. Bis ich meine erste (sehr kleine und sehr bescheidene) Stickarbeit - die Engelsdose aus dem Adventskurs - begann. In meinen Träumereien vom gemütlichen Stickabend wurden solch schnöde Banalitäten wie meine schlechten Augen, die miserable Beleuchtung, meine Pranken, in denen eine Perle auf Nimmerwiedersehen verschwindet und ein schmerzender Nacken vom schiefen Sitzen im nicht stickfreundlichen Sessel, ausgeblendet. Die Wirklichkeit hat dann allerdings erbarmungslos ihren Scheinwerfer darauf gerichtet.

Trotzdem - ich will sticken - Punkt, nein: Ausrufezeichen.

Und nach langem hin und her habe ich mich entschieden, an Corinnas Kurs teilzunehmen. Von ihrem Blog kannte ich all ihre wunderschönen bestickten Filzarbeiten, da kann man sicherlich was lernen.

Und in der Tat habe ich es doch geschafft, zwei Filzstücke zu besticken. Es war wirklich entspannend und hat Spaß gemacht, auch wenn es ewig gedauert hat. Eine gescheite Brille auf der Nase, zusätzliches Licht nebem dem Sessel und der Verzicht auf Miniperlen - bis jetzt - hat's möglich gemacht. Und natürlich die tollen, inspirierenden Beispiele aus der Anleitung.

Zum Glück ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, die (fast) leeren Filzstücke noch zu fotografieren, zwecks dem berühmten Vorher-Nachher-Effekt.


















Ursprünglich hatte ich vor, Pulswärmer daraus zu machen, aber da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher, ob ich das möchte. Allerdings sollen die Teile schon zu irgendeinem Gebrauchsgegenstand mutieren. Mal sehen. Hat von Euch jemand eine Idee?























































Ich habe nur ganz wenige, einfache Stiche angewendet. Für den Anfang schien mir das angebracht - der Entspannung wegen ;-).


Donnerstag, 19. August 2010

Kontraste

Ganz zum Schluss - kurz vor dem Aufräumen - habe ich noch diese drei Prototypen eines Windlichtes in der Filzschule gefertigt. Transparenz und Struktur ist ein Thema, das mich beim Filzen gerade sehr beschäftigt. Außerdem wollte ich noch ein kleines Geschenk für meine Schwester und eine liebe Freundin machen (das dritte ist für mich ;-).




Nachdem ich meine Wensleydale zuhause immer noch nicht verfilzt habe, probierte ich es hier aus. Zusammen mit mongolischer Wolle und Kokosfasern.




Die Mongolische hauchdünn zweilagig, dann die Kokosfasern licht ausgelegt und darüber, nur in einer Lage, die Wensleydale.
Das Ganze hat sich schnell verfilzt und auch gut modellieren lassen. Zuhause habe ich nun weiter auf Form gefilzt, passend zum verwendeten Glas. Die Kokosfaser arbeitet sich wieder raus, je mehr man filzt, da sie ja relativ steif ist und nicht schrumpft. Also den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen!





Freitag, 13. August 2010

Ein Schiff wird kommen


Eine Übersicht meiner Arbeiten während der Sommerakademie in der Filzschule Oberrot.



Schiffchen, Blüte oder Samenkapsel ...?










Auf jeden Fall aufnahmebereit. Eine Hülle für viele Gelegenheiten.





Das Gefäß entstand aus einem geschlossenen, ovalen Filzkörper, ist also doppelwandig. Die Form lädt zum Spielen ein und ist ideal für Verwandlungszwecke.



So kurz und fein habe ich noch nie Wolle ausgelegt. Die einzelnen Büschel waren ca. 1,5cm lang. Insgesamt legte ich zwei Schichten. Die zweite wurde, bis auf einen schmalen Rand, schwarz-weiß gescheckt. So blieb nur der Rand der Schale einfarbig türkis. Eine langwierige, aber sehr meditative Aufgabe.

Mittwoch, 11. August 2010

Ein Fest der Inspiration

So, nun wird es mal Zeit, von den erlebnisreichen und eindrucksstarken Tagen (und Nächten) in der Filzschule Oberrot zu berichten.
Zwei Wochen lang drehte sich in der Sommerakademie alles ums Filzen und 12 Kursteilnehmerinnen drehten sich, unter der Anleitung von Inge Bauer und Claudia U. Gemein, mit.
Besser hätten wir es nicht treffen können. Beide Textilkünstlerinnen beschreiten jeweils ihren ganz eigenen Weg im Bereich des Filzens. Die unterschiedliche Thematik ihres Filzschaffens bedingt verschiedene Vorgehensweisen und wir durften nun beide kennenlernen. Im Wechsel arbeiteten wir einmal mit Claudia, einmal mit Inge.
Die Technik des Herstellens von dicken, festen Filzen, wie man sie z.B. für Teppiche braucht, übten wir mit Claudia an einem Sitzkissen. Ihre jahrelange praktische Erfahrung in der traditionellen Fertigung von Teppichen in der Türkei hat uns einen tiefen Einblick in dieses alte, faszinierende Handwerk gegeben.
Mit Inge schwelgten wir in Wolle und Stoffen, lernten unglaublich viel über Nunofilz und freuten uns über weiche, dünne, fließende Filzkreationen. Es entstanden einmalige und unglaublich schöne Jacken, Mäntel, Kleider, Tops, etc. Jedes Teil einzigartig, wie seine Schöpferin. Auch hier war Inges langjährige Spezialisierung auf Kleidung für uns ein großes Geschenk.

Neben den Powerfrauen Inge und Claudia machten elf phantasie- und humorvolle, filzbegeisterte Mitstreiterinnen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und den USA diese zwei Wochen für mich zu einem unglaublichen Erlebnis. Es wurde bis in die Nacht hinein entworfen, ausprobiert, verworfen, gegrübelt, mit Seife und Wasser gepanscht, gerollt, geknetet und auch geächzt und gestöhnt. Aber vorallem: gelacht! Vielen Dank Euch allen, Ihr seid großartig!

Und auch ein herzliches Dankeschön an Familie Fritz, die all dies im Rahmen ihrer Firma Wollknoll möglich macht! Die uns auf unkomplizierte Art und Weise unsere Wünsche erfüllte, nicht nur, was das Material betraf, sondern auch was das leibliche Wohl anging. Tochter Stefanie bekochte uns erstklassig und variantenreich und Sonja Fritz lächelte selbst noch, als wir sie zum gefühlten tausendstenmal zum Notfall "Kaffeemaschine" riefen.

Hier nun ein paar fotografische Eindrücke von der herrlichen, ländlichen Umgebung. Bilder meiner Arbeiten folgen noch.




Das war der herrliche Ausblick aus meinem Zimmer bei Doris und Jürgen.






Die unmittelbare Umgebung der Werkstatt ...





... mit dem Eingang zu den Unterkünften von Wollknoll.
























Wie man sieht, ließen wir es uns gutgehen.                 

Mittwoch, 14. Juli 2010

Kurz vor knapp ...

... ist die Puste ausgegangen.
Leider haben wir es vor den Ferien nicht mehr geschafft, die Filzarbeiten fertig zu stellen. A. hatte noch mit einem anderen Projekt zu tun und bei F. hat sich bewahrheitet, was ich befürchtet hatte: die gelbe Vorfilzkordel verbindet sich nicht mit der Fläche und das schwarze Vlies stellt sich ebenfalls etwas zickig an.


So musste F. zu Nadel und Faden greifen und alles fixieren. Dazu hatte er überhaupt keine Lust, was ich seeeehr gut verstehen kann. Aber trotzdem lächelt er auf allen Bildern - tolle Kerle hab' ich da in meiner Klasse! Nach den Ferien wird gewalkt und gewalkt und ... gebetet. Apropos: mit allen anderen Schülern habe ich zu Beginn den mongolischen Filzspruch gesprochen. Irgendwie haben wir das hier versäumt. Tja ...

Bei A. geht's auch vorwärts. Das wird eine wunderschöne, farbenfrohe Tasche.

Hier gab's mit dem Vorfilz keinerlei Probleme. Alles aus der gleichen Wolle - funktioniert halt doch besser. A. konnte alles gerade noch so gut verfilzen, dass ich die Seife ausspülen konnte. Nun warten beide Teile auf dem Wäscheständer auf das große Finale nach den Ferien. Was für eine Woll-Karriere!